Ständige Exposition in der Galerie Lapidarium

OTTAVIO MOSTO (1659 - 1701)

italienischer Bildhauer und Stukateur, Representant des Hochbarocks in der Form des italienischen Illusionismus, in Prag belegt in der Zeit ums Jahr 1694. Sein Werk beinflußte vor allem L.Bernini. Er wirkte auch in Salzburg (Schloß Mirabell). Bauten und Werke in Prag, wo der Künstler wirkte: Loreta, Palais Waldstein, Palais Toscana (Skulptur des Hl. Michael), Palais Kaiserstein, Jacobskirche (Stukatur der Vorderseite), woher die in der hiesigen Galerie Lapidarium ausgestellte Skulpturen von Christus, Jungfrau Maria und Hl. Jacob stammen.

Bilder:

Jesus Christus - detail

Jungfrau Maria – detail

Hl.JAKOB - detail

MATTHIAS BERNHARD BRAUN (1684 – 1738)

Bilder:

HOJNOST

österreichischer Bildhauer und Bildschnitzer wirkte überwiegend in Böhmen. Er gehört zu den bedeutendsten Representanten der böhmischen Bildhauerei des Hochbarocks. Studierte Bidhauerei in Salzburg. Nach seinen Studien reiste durch Italien, wo er u.a. Venedig, Bologna und Rom besucht hatte. Seine Werke tragen seitdem Spuren der bildhauerischen Schule von Venedig des 17.Jahrhunderts und wurden auch von Gian Lorenzo Bernini oder Michelangelo Buonarroti beinflußt. Vor dem Jahre 1710 gründete er in Prag eine eigene Werkstatt. In die Zunft der Prager Bildhauer tritt er mit einem Miesterwerk – der Statuengruppe eines Traums der blinden Zisterzienserin Hl.Luitgard auf der Karlsbrücke aus dem Jahr 1710. Besonders dank diesem Werk gewann er in Böhmen beträchtliche Popularität und eine große Anzahl von Auträgen. Während folgenden 15 Jahre wurde seine Werkstatt mit sechs Gesellen zur gewinnreichsten in Prag. Braun jedoch erkrankte an Schwindsucht und daher führten die schwere Arbeit seine Angestellten, während sich er selber auf die Gestaltung der Modelle und Entwürfe konzentrierte. Er wurde in Prag, wo er auch heiratete, bald heimisch und arbeitete mit vielen anderen Künstlern zusammen (Maler Jan Kryštof Liška, Architekten und Bauherren František Maxmilian Kaòka und Johann Fischer von Erlach). Zu seinem bedeutenden Mäzen wurde Graf Franz Anton von Sporck. Für diesen schaffte er so berühmte Skulpturen wie „Die Tugend“ und „Das Laster“ vor dem Spital in Kuks, sowie jene im Bethlehem, einem anliegenden Naturareal. 

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